In Deutschland ist die Organhaftung besonders scharf geregelt: Manager haften unbegrenzt mit dem eigenen Privatvermögen, falls sie sich eine Pflichtverletzung zuschreiben lassen müssen. Das Problem: Betroffene müssen sich freibeweisen. Stellt der eigene Arbeitgeber Ansprüche, gilt eine umfassende Beweislastumkehr.

In dieser Situation sind Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte auf sich allein gestellt. Zwar greift eine D&O-Versicherung, falls die Firma eine abgeschlossen hat. Doch nur selten haben Entscheider Einfluss auf die konkrete Vertragsgestaltung. Zudem steht die Versicherungssumme allen Organmitgliedern gleichermaßen zur Verfügung. Unter Umständen ist dieser Betrag aufgebraucht, wenn man selbst Unterstützung benötigt.

Dieser Falle in der Organhaftung können Entscheider nur mit einer persönlich abgeschlossenen D&O-Versicherung entgehen. Wer selbst Versicherungsnehmer wird, genießt alle Vorteile aus der Police und behält hundertprozentige Kontrolle über die Vertragsgestaltung. Vor allem aber können sich Versicherungsnehmer darauf verlassen, dass die vereinbarte Versicherungssumme im Ernstfall ihnen allein zukommt.